- aktuelle Texte - (ältere Texte stellen wir unter "downloads" als Downloaddatei bereit)
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- wer oder was ist AG17? -
AG17 ist eine Erfurter Antifa-Gruppe, die ihren Schwerpunkt in der Bekämpfung von Nazistrukturen
und der Auseinandersetzung mit rechten, antisemitischen, rassistischen Tendenzen in der Gesellschaft sieht.
AG17 ist kein Theoriezirkel, ist jedoch nicht abgeneigt, diverse theoretische
Ansätze (Ideologiekritik, Wertkritik,
Kulturkritik, Feminismus) in die eigene politische Praxis einzubeziehen.
AG17 mobilisiert für regionale und überregionale Aktionen gegen Rechts
und möchte als Ansprechpartner vor Ort in Erfurt fungieren.
NPD-Kreisverband macht gegen politische Gegner mobil
Auf der Homepage des NPD-Kreisverbandes Erfurt-Sömmerda wurden am Mittwoch, 10. Oktober 2007, die Namen mehrerer
vermeintlicher AntifaschistInnen mitsamt ihrer kompletten Wohnanschriften veröffentlicht. Das Ziel scheint klar:
Politische Gegner sollen eingeschüchtert, wenn nicht sogar - wenn auch unausgesprochen - mit Gewalt bedroht werden.
Die Personen, von denen die Nazis die Adressen veröffentlichten, wurden am frühen Abend des 23. Juni 2007
willkürlich im gesamten Erfurter Stadtgebiet von Polizeibeamten aufgegriffen. Zuvor hatten knapp 100 Antifaschist
Innen gegen die Eröffnung eines NPD-Bürgerbüros in der Liebknechtstraße 31 demonstriert. Während der Demo wurden
die Scheiben der Nazikneipe "Alter Fritz" eingeworfen, sowie der vor seinem Wohnhaus abgestellte BMW des
NPD-Kreisvorsitzenden Kai-Uwe Trinkaus beschädigt. Wesentlich später nahm die Polizei 14 Personen fest, die sie
aufgrund ihres Aussehens wohl der linken Szene zuordnete und wegen schweren Landfriedensbruch anzeigte. Die
Betroffenen wurden in die Andreasstraße gebracht, durchsucht, verhört, erkennungsdienstlich behandelt und bis
Mitternacht festgehalten. "Keiner der Verhafteten hat zum Tatvorwurf ausgesagt. Die Polizei erlangte lediglich,
teils durch Drohung und Täuschung, von einigen ein schriftliches Einverständnis zu einer DNA-Analyse", informierte
die Rote Hilfe in einer Pressemitteilung.
Die Polizei soll es - laut Aussagen einiger der Verhafteten - dem NPD-Chef Trinkaus sogar gestattet haben, durch die
Fenster der Polizeifahrzeuge die Beschuldigten zu begutachten. "Wir sehen uns noch", soll er dabei zu einem der
Beschuldigten gesagt haben. Nun scheint er Einblick in die Polizeiakten erhalten zu haben und hat prompt die Namen
eines Großteils der Beschuldigten veröffentlicht.
Dabei scheint den Nazis eine Unschuldsvermutung völlig fern zu liegen: Da keine der Personen in Tatortnähe
aufgegriffen wurde, müssten ja eigentlich berechtigte Zweifel an der Täterschaft der namentlich Aufgeführten
bestehen. Doch hier geht es ja augenscheinlich um Linke - die die NPD per se dieser Straftat verdächtigt. Und so
wird munter gegen jegliche Persönlichkeitsrechte der Betroffenen verstoßen - was sich die Antifas natürlich nicht
bieten lassen werden. Mittels Sammelklage und einstweiliger Verfügung wird gegen den presserechtlich Verantwortlichen
der NPD-Website, den ehemaligen NPD-Kreischef und Gothaer Bäckermeister Michael Burkert vorgegangen.
Denn eine ähnliche Vorgehenweise der Nazis wurde jüngst auch im Skandal um die sächsische Anti-Antifa-Akte bekannt:
Personen aus der extremen Rechten stellten Anzeigen gegen AntifaschistInnen, um über die Polizeiakten an die Adressen
der politischen Gegner zu gelangen. Auch aus Erfurt wurden in den vergangenen Monaten Fälle bekannt, in denen
beispielsweise der JN-Kader Dominik Weinlich Nazigegner bei der Polizei anzeigte - die Beamten machten sich in diesen
Fällen zum Erfüllungsgehilfen der Anti-Antifa.
Solidarität mit den kriminalisierten AntifaschistInnen! Für die sofortige Einstellung der Verfahren!
Die antifaschistische Selbsthilfe organisieren!
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Sportbund kneift vor Naziprovokation
Einfacher hätte es man den Nazis nicht machen können eine Veranstaltung zu
sabotieren. Für Samstag, den 06. Oktober, hatten der Stadt- und
Landessportbund zu einer Veranstaltung unter dem Motto "Rechtsextreme
Aktivitäten in Sportvereinen - ohne uns!" eingeladen. Diskutiert werden
sollte die Frage, wie eine extrem-rechte Unterwanderung von Sportvereinen
verhindert werden könne und wie mit bereits bekannten Nazi-Vereinen
umzugehen sei. Auch das "Mobile Beratungsteam gegen Rechtsextremismus in
Thüringen (MOBIT)" wurde neben den Schlapphüten vom Verfassungsschutz, der
Polizei und anderen Organisationen und Parteien eingeladen.
Wie fast zu erwarten kündigten sich auch die üblichen Verdächtigen aus der
Erfurter Naziszene an.
Mit Andy Freitag lud sich ungefragt kein Unbekannter ein. Der 21-jährige
Erfurter schleuste sich im Juli als Praktikant bis in die Landtagsfraktion
der Linkspartei, um diese auszuspitzeln. Als "Mentee" begleitete er den
Abgeordneten Frank Kuschel in diverse Sitzungen - nach etwa einer Woche flog
der Schwindel auf, umgehend kündigte die Linksfraktion den Praktikumsvertrag
fristlos. Zudem lies schon ein kurzer Blick ins Vereinsregister weitere
Aktivitäten Freitags in der extremen Rechten Erfurts erkennen: So zeichnet
er als Vorsitzender für den Sportverein "Vorwärts Erfurt" verantwortlich,
in dem Erfurter Nazis vermutlich Kampfsport in der Turnhalle der
Bechstein-Grundschule in Erfurt Nord trainieren. Trainer im Verein ist
Hannjo Wegmann, der Schatten des NPD-Kreisvorsitzenden Kai-Uwe Trinkaus, der
diesen bei öffentlichen Auftritten begleitet und vermutlich auch für dessen
Schutz verantwortlich ist.
Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatten sich die Verantwortlichen des
Landessportbundes bereits positioniert: Nazis sollten nicht von der
Veranstaltung ausgeschlossen werden. Vielmehr wolle man sich mit ihnen
kritisch auseinander setzen. Dabei wäre es selbst für aufrechte Demokraten
ein leichtes gewesen, den Ausschluss rechtsextremer Kader aus der
Diskussionsveranstaltung argumentativ zu begründen: Schließlich lehnt die
Partei erklärtermaßen das Grundgesetz ab. Sie erkennt die allgemeinen
Menschenrechte nicht an. Sie ist es, die sich damit ausgrenzt. "Wer sich zur
NPD bekennt, darf deshalb ausgeschlossen werden. Auch aus dem Sportverein,
dem Männerchor, der Gewerkschaft. Es muss abschreckend sein, bei der NPD
mitzumachen." (Toralf Staud, "Moderne Nazis - Die neuen Rechten und der
Aufstieg der NPD")
Denn das, was NPD und sogenannte "freie Kräfte" seit Monaten in Erfurt
praktizieren, wird von ihnen als "Wortergreifungsstrategie" bezeichnet. Ob
der Abriss von Plattenbauten auf dem Wiesenhügel, das "Westliche
Wachhäuschen" oder die Erfurter Sportvereine das Thema sind - die Nazis
melden sich zu Wort. Immer und immer wieder. In der Hoffnung, dass ihr
Erscheinen und ihre Vorschläge für die Menschen dieser Stadt vielleicht
eines Tages zur Normalität werden. Das ist nur zu verhindern, wenn Nazis
fortwährend ausgegrenzt werden ohne jedoch die konfrontative
Auseinandersetzung mit ihrer Ideologie zu scheuen. Doch wer sich mit ihnen
hinsetzt und diskutiert, der suggeriert, hier wäre ein Streit der Ideen auf
gleicher Augenhöhe möglich.
Aus diesem Grund blockierten am Samstagmorgen eine Handvoll
AntifaschistInnen den Eingang zur Veranstaltung. Dem NPD-Kreisvorsitzenden
Kai-Uwe Trinkaus und Andy Freitag sollte so der Zutritt verweigert werden.
Wenn man eine rechte Unterwanderung der Sportvereine verhindern will,
braucht man darüber nicht mit den Nazis zu diskutieren. Wenig später rief
Trinkaus die Polizei, die sich nicht scheute, sich zum Erfüllungsgehilfen
der beiden Nazis zu degradieren. Auch Verantwortliche des Landessportbundes
redeten auf die couragierten Antifas ein, doch bitte den Eingang frei zu
machen. Damit hatte der Sportbund seine Entscheidung offenbar gegen jene
Menschen getroffen, die den Kampf gegen Nazistrukturen in dieser Stadt am
stärksten forcieren und die wissen, welche menschenverachtende Fratze hinter
den dummfeist-grinsenden Gesichtern der auf bürgernah machenden
Nationalsozialisten zu Tage tritt. Als sich die BlockiererInnen mit der
Drohung einer Anzeige mit Hausfriedensbruch konfrontiert sahen, beschlossen
sie, das Feld zu räumen. Das darauffolgende Szenario war an Peinlichkeit
kaum zu überbieten: Nachdem Trinkaus und Freitag zwischen den etwa 15
ZuhörerInnen Platz genommen hatten, entdeckten auch die OrganisatorInnen der
Veranstaltung, dass sich Nazis im Raum befanden. Nachdem die Herren und
Damen sich zu einer Beratung zurückgezogen hatten, wurde entschieden, die
Veranstaltung abzusagen. Leichter kann man es der NPD kaum machen!
Dabei wäre eine ernsthafte Auseinandersetzung der Verantwortlichen im
Landes- und Stadtsportbund so dringend vonnöten. Nur wenn es hier eine
gemeinsame Linie gäbe, könnten auch in den Vereinen Maßnahmen ergriffen
werden. Denn längst hat sich in Erfurt ein gefährliches Gemenge aus
gewalttätigen Fußballfans des FC Rot-Weiß Erfurt (genannt sei an dieser
Stelle die sogenannte "Kategorie EF (KEF)") mit dem organisierten
Nazispektrum entwickelt. Bislang können sich extrem-rechte Gruppierungen wie
die KEF, "Inferno Windisch" oder der "SV Vorwärts Erfurt" in der
Sportlandschaft bewegen. Das muss ein Ende haben. Dazu muss die
Auseinandersetzung geführt werden - inhaltlich und manchmal durchaus auch
sportlich.
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Aufruf der "Antifaschistischen Koordination Erfurt [AKE]
100% antifa - 100% happiness
make some noise against fascism
Schön wär´s gewesen: Wer gehofft hatte, die Nazis in Erfurt würden bereits nach der erfolgreichen
Verhinderung des Naziaufmarsches am 1.Mai 2007 in Erfurt klein beigeben, muss leider enttäuscht werden. Für
Samstag, 14. Juli, haben so genannte "Freie Kameradschaften" und der Landesverband der Thüringer NPD eine
Kundgebung vor der Erfurter Staatskanzlei angekündigt. Die Aktion unter dem Motto " Hier geblieben - anpacken!"
soll den Abschluss einer NPD-Mitgliederkampagne darstellen, bei der die Partei seit dem "Thüringentag der
nationalen Jugend" in Eisenach am 19. Mai 07 über 100 Infostände in Thüringen organisiert haben will.
Wölfe im Schafspelz
Die Thüringer Nazis setzen damit weiterhin auf ihre Strategie, den öffentlichen Raum durch angemeldete
Veranstaltungen zu besetzen und sich als biedere Opposition selbst zu inszenieren. Die Marschrichtung ist
dabei klar: Festigung der eigenen Strukturen, Gewinnung neuer (zahlender) Mitglieder, Etablierung der NPD als
"Bürgerpartei" und - last but not least - der Einzug in den Thüringer Landtag. Dass hier jedoch Nazis sich nur
notdürftig einen gewaltfreien und bürgerlichen Anstrich geben, zeigt schon die recht dünne Kaderdecke der
Thüringer NPD, welche notdürftig mit nachweislichen Gewalttätern wie Thorsten Heise und Patrick Wieschke geflickt
wurde. Daneben versuchen Kader der Nazis mit scheinbar harmlosen Vereinen wie "Schöner Leben in Erfurt e.V."
oder der "Deutsch-Russischen Friedensbewegung - Europäischen Geistes e.V." Menschen außerhalb ihres eigenen
Spektrums zu erreichen. Ein weiterer Versuch, in anderes politisches Fahrwasser zu gelangen, ist die angestrebte
Unterwanderung von regionalen Bürgerinitiativen wie dem "Verein zur Erhaltung des Erfurter Nordbades". Die
Etablierung von Nazikadern wie Kai-Uwe Trinkaus innerhalb des Thüringer Landesverbandes des Bundes der Vertriebenen
(BdV) ist hierfür ebenfalls symptomatisch.
Dies heißt jedoch noch lange nicht, dass Thüringer Nazis nun der Gewalt abschwören. In "Browntowns" wie Apolda,
Gera, Ohrdruf, Bad Langensalza und Gotha gehen die Angriffe auf vermeintliche politische Gegner_innen und
Migrant_innen unvermindert weiter. Wie verlogen ihre vordergründigen Distanzierungen von gewalttätigen
Aktionsformen sind, zeigen nicht nur die &Uml;bergriffe auf Migrant_Innen und Andersdenkende, sondern auch der
Durchbruchsversuch bei der Demo der Nazis am 1.Mai 2007 in Erfurt.
Fokus Landtagswahl 2009 in Thüringen
Real besteht die Gefahr einer Etablierung der NPD als kommunale und landespolitische Kraft. Auch in Thüringen
haben weite Teile der Bevölkerung ein rechtes Weltbild und bevorzugen autoritäre Lösungen für die gesellschaftlichen
Probleme. Nazis können auch in Thüringen auf ein hohes Maß an fremdenfeindlichen Ressentiments und antisemitischen
Vorurteilen zurückgreifen. Wenn es ihnen gelingt, dieses Potenzial für sich zu nutzen, bedeutet dies dass die
politischen Landschaft noch beschissener wird als sie es eh schon ist. Einem rechten Populismus wäre dann noch
schwerer Einhalt zu gebieten.
Es geht ums Ganze
Gerade in dieser Situation muss der Rechtsextremismus in Thüringen in der Öffentlichkeit thematisiert werden.
Das Informieren über und Aufdecken von nazistischen Organisierungs- und Unterwanderungsbestrebungen kann jedoch
nur ein Standbein antifaschistischer Zusammenhänge sein. Doch all das Aufdecken und Informieren macht nur Sinn,
wenn dem auch Taten folgen. Gerade aus diesem Grund rufen wir für Freitag, den 20. Juli, zu einer Demonstration
unter dem Motto "make some noise against fascism" durch die Erfurter Innenstadt auf. Zwar bekommt antifaschistischer
Selbstschutz auch in Erfurt wieder zunehmende Relevanz - wir werden uns von den Nazis jedoch nicht vorschreiben
lassen, wann, wie und wo wir aktiv werden. Denn eine emanzipative Linke kann sich - wenn sie gesellschaftliche
Relevanz erlangen will - nicht auf bloße Abwehrkämpfe der unmittelbaren Bedrohung beschränken. Vielmehr gehören
auch langfristig jene Zumutungen des real-existierenden Kapitalismus in das Zentrum der Kritik, die Rassismus,
Antisemitismus und Nationalismus erst hervorbringen. Weil die Widersprüche auch unsere Hoffnung sind, gilt es
hier und jetzt die Verhältnisse zu kritisieren - um letzendlich das ganz andere Ganze - die freie Assoziation
freier Individuen - ins Blickfeld zu rücken und letztendlich die Verhältnisse zum Tanzen zu bringen.
Unterstützer_Innen:
Redroxx - offenes Jugendbüro Die Linke,
IG Metall - Jugend Erfurt,
Die Linke Stadtverband Erfurt,
AJAE - Autonome Jugendantifa Erfurt
DGB-Jugend
Grüne Jugend Thüringen
antifagruppe AG17
Rotstifte - linke Jugendgruppe
TVVN/BdA
AGAP - Antifa Apolda
ver.di - Jugend
[`solid] Thüringen
Antifaschistische Aktion Gera [AAG]
Download als PDF:make_some_noise-aufruf.pdf
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Text zu jüngsten Vereinnahmungen des "Bund der Vertriebenen" in Thüringen durch NPD-Kader
Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört. Wie bereits seit einiger Zeit kritisiert wird, ist der
örtliche Bund der Vertriebenen Erfurt nun vollkommen nach Rechtsaußen abgedriftet. Nachdem der damalige
Vorsitzende Paul Latussek am 9. November 2001 auf einer nicht öffentlichen Sitzung des BdV bezeichnenderweise
die Shoa verharmloste und in einer Presserklärung verlauten ließ: "In Auschwitz gab es offensichtlich keine
6 Millionen Opfer, sondern, wie ich in Polen erfahren habe, sind 930.000 nachgewiesen. Dabei geht es nicht
um die Relativierung des Verbrechens, sondern um die geschichtliche Wahrheit.", konnte selbst der Bundesvorstand
nicht mehr tatenlos zusehen. Latussek wurde seines Amtes enthoben, und als der Landesverband sich nicht von
Latussek distanzieren wollte, wurden sämtliche Gelder eingefroren. Nun sorgte der BdV schon desöfteren mit
geschichtsrelativierenden Äußerungen für Aufsehen. Dass allerdings ein ganzer Verband von organisierten Nazis
übernommen wird, erreicht eine neue Qualität. Der Vorsitzende der NPD Erfurt, Kai-Uwe Trinkaus, ist nach
Presseinformationen seit 2006 nun auch im Vorstand des BdV- Erfurt. Schlimmer noch, er ist der Vorsitzende.
Hans-Peter Brachmanski, Vorstandsmitglied des rechtsextremen Tarnvereins "Schöner Leben in Erfurt e.V." und
Redaktionsmitglied der NPD-nahen "Bürgerstimme für Erfurt und Arnstadt" ist eine weiterer NPD- Kader. Er vertrat
die AG Öffentlichkeit des BdV Thüringen unter anderem bei Infoständen im Thüringer Landtag. Der BdV in Thüringen
genießt vor allem aus Kreisen der CDU offene Solidarität. Der damalige Ministerpräsident Bernhard Vogel war
seinerzeit Schirmherr des "Tag der Heimat", auf dem auch Peter Latussek sprach. Zudem besitzt der BdV mehrere
große Büroräume in der Erfurter Innenstadt. Vor kurzem fand in diesen Räumlichkeiten ein so genanntes
"NPD-Unternehmertreffen" statt, was selbst in konservativen Kreisen nicht mehr schön geredet werden kann.
Daher wurde dem BdV der Mietvertrag gekündigt. Der Verband hat jetzt in jenem Haus seine Geschäftsstelle.
in welchem die NPD vor wenigen Tagen ein "Bürgerbüro" eröffnete. Es ist endlich an der Zeit diesem Verein
ein rasches Ende zu bereiten, und ihn als das zu bezeichnen, was er ist: eine revanchistische
Vorfeldorganisation der Rechtsextremen.
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